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John L's Fantasizer System

 

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MALINUUGA MUSIC

Bereits in Sommer 1974 gründete John L. das Ensemble REINE ERDE, den Freundeskreis urrhythmischer Musik, wie er es nannte. Elemente psychedelischer Klangmalereien flossen zusammen mit den Pulsen mehrerer Schlagzeuger und den Tonbildern des legendären EMS-AKS-Analog- Synthesizers.

Reisen in verschiedene europäische Zentren freier Musik (zu denen auch das damalige Perpignan in Südfrankreich gehörte) festigten in ihm den Gedanken, es gebe einen europäischen Urrhythmus, eine als kulturelle Ahnung aus Jahr-tausenden in die Hände autodidaktischer Trommler gerettete Ur-Kultur dieses Kontinents. 1979 gab er ihr einen Namen: MALINUUGA-MUSIC,

Er fand das Wort in einem alten englischen Buch, das dem großen Zauberer Merlin einen Zwerg zuschrieb, der musikalisch in dessen Diensten stand: Der Zwerg trommelte urrhythmische Klangmantren mit lederumwickelten Stöcken auf den Saiten einer großen alten Harfe ... und der Zauberer fand Ruhe. Der Zwerg hieß MALINUU, seine Musik wurde mit der kurzen Silbe GA benannt.

Das Akronym MALINUUGA steht bis heute für eine Musik, die meditative Klangkollagen mit rhythmischer Vielfalt verbindet - ehestens verwandt noch mit altkeltischen und indianischen Motiven.

In den 80er Jahren begann John L., die Idee von einer Urmusik, die spontan aus dem Moment heraus entsteht, auf den Instrumentenbau auszudehnen. Seine „Klangskulpturen“ sind Collagen aus verschiedenartigen Materialien, die Töne erzeugen, wenn man sie anschlägt, „objècts trouvés“, die er am Wege gefunden hat: von der Sprungfeder bis zum Hirschgeweih. In der Yterka z.B., seinem Hauptinstrument, hat das Hirschgeweih die Funktion eines natürlichen Synthesizers: Das Material des Horns moduliert und verfremdet alle Töne, die von den anderen Percussionselementen erzeugt werden.

Für das neue Projekt GALACTICAT - electric poems wird das Fantasizer System durch ein Ensemble elektronischer Instrumente ergänzt:

ROLAND ANALOG SYTHESIZER SYSTEM 100: Dieses dreißig Jahre alte Dinosaurier-Instrument der Electronic erschafft das leise vielfrequenzige „Singen des Sternenstaubs“ und das „Flattern der Flügel der Sphärenboten.“

Die hochmoderne siebenstimmige digitale Workstation QUASIMIDI SIRIUS untermalt die „Weltallmusik“ zur Solostimme.

ALESIS AIR-FX: Dieser Kurzwellen-Digital-Audio-Prozessor versetzt den Musiker in die Lage, durch Bewegungen einer Hand in der Luft den Klang z. B. der Stimme spontan zu verändern.

RAVE-O-LUTION 309: Dies kleine, fünfstimmige Quasimidi-Electronicwunder wartet mit Hunderten filigraner Rhythmuselemente auf, um der Performance ihren dem jeweiligen Wortsinn entsprechenden Drive zu geben.

Die elektronische „Ahlborn“ Mini-Kirchenorgel sorgt für das sakrale Element.